Texte

Statt „Rundem Tisch“

Treffen im Hinterzimmer
23. November 2010

Die Göttinger Polizei will sich nicht mit den sozialen Bewegungen der Stadt an einen Tisch setzen. Polizeipräsident Robert Kruse hat einen entsprechenden Ratsbeschluss aus dem Mai in den Wind geschlagen. Er will sich stattdessen unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Ratsfraktionen treffen, um gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft über polizeiliche Ermittlungen bei Vorfällen mit politischem Hintergrund zu informieren.


"Das letzte Hotel" feiert Premiere

Ein Film aus Göttingen ist nicht immer mit Heinz Erhardt
22. November 2010

Göttingen war wohl früher mal eine bekannte Filmstadt, in den letzten Jahren aber hat man davon nicht mehr so viel gespürt. Doch gab es in den vergangenen Monaten aus verschiedenen Richtungen Initiativen, die Göttingen als Filmstadt wieder beleben sollen – das DT veranstaltet eine Filmreihe, Vereine haben sich gegründet und im Lumiere sowie im Sterntheater findet das 31. Europäische Filmfestival Göttingen statt.


NS-Verharmlosung im Dokumentarfilm

Göttingen unterm Hakenkreuz
21. November 2010

Die Sieg-Heil-Rufe sind noch in der ganzen Stadt zu hören, als Adolf Hitler am 21. Juli 1932 seine Rede in Göttingen hält. 30.000 Menschen sind in den Kaiser-Wilhelm-Park im Stadtwald gekommen, um ihrem „Führer“ zuzuhören. Von diesem Ereignis kann der Dokumentarfilm „Göttingen unterm Hakenkreuz“ nur Fotos und Audioaufnahmen vorweisen. Von vielen anderen zeigt er Filmaufnahmen und lässt so gut erahnen, wie es in Göttingen zu dieser Zeit zugegangen ist. Und verharmlost dabei die Geschehnisse.


Protest gegen Abschiebungen mit gerichtlichem Nachspiel

Wedeln mit Luftpumpe – versuchte Körperverletzung?
17. November 2010

Weil er in einer Gruppe protestierender Abschiebegegner erbost mit einer Luftpumpe wedelte, wurde vor dem Amtsgericht ein Mann zu einer Strafe von 15 Tagessätzen verurteilt.


Vor der Stadthalle

Proteste gegen Bundeswehrauftritt
17. November 2010

Mit verschiedenen Aktionen haben Antimilitarist*Innen am Dienstagabend, 16. November, vor der Stadthalle Göttingen gegen einen Auftritt des Heeresmusikkorps 2 aus Kassel protestiert.


Politik auf Sendung

Bürgerfunk im StadtRadio
14. November 2010

Jede_r kann im StadtRadio Göttingen auf Sendung gehen und damit tausende Hörer_innen erreichen. Leider bleibt diese Möglichkeit von den meißten politischen Initiativen der Stadt ungenutzt. Zwei aktuelle Beispiele machen es besser.


Di. 16.11.: Proteste gegen Auftritt des Bundeswehr-Heeresmusikkorps 2
10. November 2010

Die Aktion „Keiner soll einsam sein“ – die regelmäßig um Weihnachten herum ihre Hauptaktivität entwickelt – hat sich auf die Fahnen geschrieben, regional „schuldlos in Not geratene“ Menschen zu fördern und zu unterstützen. Sie existiert in Göttingen seit 38 Jahren und wird zentral vom Göttinger Tageblatt und dessen Prokuristen als Verantwortlichem organisiert. Unter demselben Namen gibt es auch in Peine eine entsprechende Aktion – ebenfalls von einem Blatt der Madsack-Pressegruppe organisiert. Andernorts gibt es vergleichbare Initiativen, z.B. unter dem Titel „Mitmenschen in Not“. Im Rahmen von Benefiz-Aktionen – wie zum Beispiel dem Erbsensuppe-Essen in der Innenstadt oder am Kaufpark – wird Geld für die Initiative gesammelt. Für die Aktion ist daher interessant, mit möglichst geringem finanziellen Einsatz Geld zu bekommen. Neben der Soli-Erbsensuppe kommt daher auch – wiederholt – die Bundeswehr ins Spiel. Deren hessisches „Heeresmusikkorps 2“ spielt im Rahmen von „Keiner soll einsam sein“ am heutigen Dienstag in der Stadthalle auf – und so profitiert auch die Bundeswehr vom gesellschaftlichen Ansehen der Benefiz-Aktion. Dagegen gibt es aber auch antimilitaristischen Widerstand. So wird von verschiedenen Gruppen oder Personen aufgerufen, der Veranstaltung Protest und Aktionen entgegenzusetzen. Das Konzert des Heeresmusikkorps 2 soll am Dienstag, 16.11., ab 20 Uhr in der Stadthalle
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Castor-Blockade bei Kassel

Exportschlager Zugblockade
8. November 2010

Der Castor-Transport konnte auch deswegen ungehindert Göttingen passieren, weil viele Atomkraftgegner_innen an Aktionen an anderen Stellen der Strecke beteiligt waren. Einige reisten nach Morschen bei Kassel und halfen mit, den Castor dort zweieinhalb Stunden zu blockieren. Monsters of Göttingen war mit vor Ort.


Anti-Atom-Protest

Castor rollt durch Göttingen
7. November 2010

Der Castor-Transport hat Sonntag Morgen um 7.30 Uhr ungehindert das Göttinger Stadtgebiet passiert. Atomkraftgegner_innen gelang es nicht, auf die Gleise zu gehen und ihn durch Blockaden zu stoppen. Damit handelte es sich um die reibungsloseste Castor-Durchfahrt durch Göttingen, die es je gegeben hat. Trotzdem musste der Zug auf dem Weg ins Wendland mehrere Zwangspausen einlegen.


Anti-Atom-Protest

Warmlaufen für den Castor
23. Oktober 2010

Etwa 230 Menschen haben am Samstag in Göttingen gegen den für November geplanten Castortransport demonstriert. Ab 11 Uhr fand auf dem Bahnhofsvorplatz eine Mahnwache mit Aktions- und Infoständen statt. Kurz nach 14 Uhr zog eine Demonstration über die Berliner Straße, Groner Landstraße, Bahnhofsallee, Godehardstraße, Hildebrandtstraße, Maschmühlenweg, Bürgerstraße und Nikolaistraße zum Gänseliesel. Dort endete die Demo zwei Stunden später nach Kundgebungen unter anderem vor den Stadtwerken und dem Verwaltungsgericht. Gleichzeitig demonstrierten in vielen anderen Städten entlang der möglichen Castor-Transportstrecken tausende Menschen gegen Atomkraft.