Texte
„Halt´s Maul“ – Ein Göttinger Anwalt beim G8 Gipfel
10. Juni 2007
Der G8 Gipfel in Heiligendamm ist nun vorbei und somit auch seine Proteste. Das öffentliche Meinungsbild über all die „Chaoten“ scheint doch, trotz zum Ende vereinzelt auftretender kritischer Berichterstattung über die Strategien der Polizei, gefestigt: Demonstrierende böse, Polizei gut. Wie sollte es auch anders sein. Wir sprachen mit dem Göttinger Anwalt Sven Adam, der während der Protesttage beim Rechtsanwaltsnotdienst vor Ort mitgearbeitet hat und ein ganz anderes Bild von der Polizei mitgebracht hat, als das der deeskalierenden SchützerInnen von Recht und Gesetz.
Sommer, Sonne, Antifee Festival
10. Juni 2007
Am kommenden Wochenende findet auf dem Campus der Uni Göttingen das Antifee Festival statt. 11 Bands, Parties und zahlreiche Workshops wollen dazu beitragen, ein großes Fest gegen Sexismus und Nationalismus zu feiern. In den letzten Wochen haben wir euch viele der Bands bereits in Interviews vorgestellt, nun soll dieser Artikel einen Überblick über die beiden Festivaltage bieten.
Göttingen ist nicht Rostock – uns doch egal!
3. Juni 2007
MOG ist ein Stadtmagazin für Göttingen, das ist soweit richtig. Zur Logik eines Stadtmagazines gehört es, den Fokus auf Geschehnisse in eben jener Stadt, der es sich verbunden fühlt, zu legen. Nun, was hat Göttingen mit Rostock zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Wenn man den Namen Heiligendamm mit ins Spiel bringt, macht das Ganze schon mehr Sinn. In Heiligendamm findet derzeit der jährliche G8 Gipfel statt, der eigentlich überall, also auch in Göttingen, ein großes Thema ist und in den letzten Monaten war. Kaum jemand, der nicht dagegen protestieren will oder den Gipfel zumindest für eine gute Gelegenheit hält, dies zu tun. Und weil der G8 Gipfel auch in Göttingen ein großes Thema ist, wollen wir auch über ihn berichten. Am gestrigen Samstag gab es eine erste große Demonstration in Rostock, bei der es zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. Wir sprachen mit einer der zahlreichen Göttinger Aktivistinnen über die Geschehnisse in Rostock und versuchen in einem weiteren Artikel, die Schuldfrage zu den Ausschreitungen anhand einer Medienanalyse zu klären. Was uns natürlich nicht geglückt ist, aber immerhin haben wir es versucht.
Göttingen ist nicht Rostock II: Aktivistinneninterview
3. Juni 2007
In Rostock fand am gestrigen Samstag die Auftaktdemonstration zu den mehrtägigen Protesten gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm statt. Nach einer großen, friedlichen Demonstration kam es am Platz der Abschlußkundgebung zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und DemonstrationsteilnehmerInnen, welche von Presse und Politik nun für eine öffentlichkeitswirksame Spaltung in gute, friedliche und böse, gewalttätige Demonstrierende genutzt wird. Wir sprachen mit der Göttinger Aktivistin Barbara Heisterkamp, die uns ihre Sicht der Geschehnisse in Rostock schilderte.
Göttingen ist nicht Rostock I: Medienrundgang zu Ausschreitungen und Schuldfrage
3. Juni 2007
Die Demonstration in Rostock stellte den Auftakt der Proteste gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm dar, und somit die Generalprobe für Polizei, Gipfelgegner_innen und die über das Geschehen berichtenden Medien. Ein kurze Zusammenfassung des Geschehens und ein kleiner Gang durch die Medienlandschaft…
Full Metal Village – Leise über Metal (im Lumiere)
2. Juni 2007
Die Südkoreanerin Sung-Hyung Cho bereist mit einer Kamera Deutschland. Zeit für jahrelang geprobte Stereotype, schon ist man versucht, sich die Dame vor Schloss Neu-Schwanstein vorzustellen, oder vor irgendeiner anderen belanglosen Sehenswürdigkeit. Ein reichlich verkürztes Stereotyp – Sung-Hyung Cho hat mit Kamera einen Ort besucht, der mindestens genauso vielen unbekannt wie bekannt sein dürfte. Wacken ist ein 2000 Seelendorf in Schleswig Holstein. 10 km nördlich liegt Itzehoe, 50 km nordwestlich Hamburg.
Dinosaur Jr. – Revenge Of The Nerds?
2. Juni 2007
Bei manchen Bands, die plötzlich wieder da sind, da steht oft in großen Lettern: Sie Sind Wieder Daaaaaa! Man stelle sich folgenden Satz vor: Sie Sind Wieder Da – Dinosaur Jr.! Das klingt nach Energie, nach Elan, nach Überschwang, nach Pop, nach Wiederkehr, nach Action, aber nicht nach Dinosaur Jr. Joseph Donald Mascic, ein Mann, jetzt, wie eine Burg. Mascic ist groß, fett, nicht angezogen, die langen Haare hängen grau und unmotiviert herunter, die Augen schauen durch riesige Brillengläser. So schaut Mascic dieser Tage, meist freundlich verschmitzt, von den Titelblättern mancher Musikgazette. Es würde niemanden wundern, wenn dieser Mann abends Pfandflaschen aus Mülleimern sammelt. Mascic ist jetzt 41 Jahre alt, er sieht ungleich älter aus, und seine Band Dinosaur Jr. ist wieder da!
[antifee] 10 Fragen an… Nufa
31. Mai 2007
Noch zwei Wochen sind es bis zum Anitfee Festival auf dem Göttinger Campus und wir sind dann so langsam auch am Ende unserer Interviewreihe mit den dort auftretenden Bands. Als vorerst letzte Gruppe stellten sich Nufa aus Ulm unseren Fragen.
Toto und Harry auf Tatooine: Troops – Eine Star Wars-Parodie auf „Cops“
29. Mai 2007
Wer von euch einen Fernsehapparat hat, hat bestimmt schon mal eine dieser „tollen“ Polizei-Doku-Serien, z.B. „Toto und Harry“ oder „Ärger im Revier“ gesehen. In diesen erfährt man so manches über den Berufsalltag der Polizei: sich streitende Ehepaare, alte Leute die sich im Wald verlaufen oder jugendliche Kiffer_innen sind das Hauptklientel der Kollegen vom Dorf. Das Konzept dieser Serien stammt aus den USA, dort bekannt unter dem Namen „Cops“. Ein paar Star Wars-Nerds haben nun diesen sehr gut gemachten Film ins Netz gestellt, der uns in „Cops“-Manier über den Alltag der Imperialen Sturmtruppen auf dem öden Wüstenplaneten Tatooine aufklärt.
Helden der Arbeit?
28. Mai 2007
Nachdem Wir sind Helden im Sommer des Jahres 2003 ihr erstes Album „Reklamation“ veröffentlichten, schufen sie ganz nebenbei mit „Guten Tag“ und „Müssen nur wollen“ gleich die beiden inoffiziellen Hits der 2003er Studi-Proteste mit. Seitdem gelten die vier fröhlichen Menschen aus Berlin als „irgendwie politisch“ und Spiegel-Online fragte unlängst: „Wie klingt das linksalternative Milieu?„. Dabei hatte sich die Band mit ihrem zweiten Album „Von Hier an Blind“ doch ziemliche Mühe gegeben, das Polit-Label loszuwerden. Wer „Gekommen um zu bleiben“ als Polit-Song hören wollte, musste schon chronische Haubesetzerin mit Popmusik-Fable sein.







