Flüchtlingsunterbringung in Breitenworbis

Landrat sieht keinen Handlungsbedarf
von am 7. April 2014 veröffentlicht in Kurzmeldungen

Das Lager für Asylsuchende in Breitenworbis steht seit längerem in der Kritik. Nachdem im letzten Jahr mehrfach Bewohner_innen gegen die widrigen Zustände protestierten, ist nun auch die Debatte im Eichsfelder Kreistag entbrannt. Während die Zahl der Kritiker_innen wächst, bleibt Landrat Werner Henning (CDU) seiner Linie treu: An Breitenworbis sei nichts auszusetzen.

Aufgebracht hatten die Diskussion erneut Aktivist_innen von „The VOICE“. Anfang Februar berichtete die Geflüchtetenselbsorganisation von mehreren Provokationen und Angriffen auf das Lager sowie auf Bewohner_innen im Dezember und Januar. In der Folge griff auch die SPD das Thema auf und kritisierte die Unterbringungssituation. Die SPD Fraktion im Eichsfelder Kreistag forderte nun die Schaffung einer Unterkunft direkt in der Altstadt von Worbis, um die Asylsuchenden aus dem abgelegenen Lager zwischen Autobahn und Kläranalage rauszuholen. Die CDU-Fraktion stört sich derweil eher an der Bezeichnung „Lager“ als an den widrigen Lebensverhältnissen vor Ort. Nach wie vor werden alle Beschwerden über die Situation in Breitenworbis abgewiegelt. Landrat Henning will an der Isolation von Asylsuchenden weiter festhalten. The VOICE forderte kürzlich erneut eine Schließung des Lagers.

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